Jahreskonzert des „Chor 77“ mit den Gästen „Shpil Klezmer shpil“ am 29.11. 2008 um 19.30 in der Aula Hückelhoven

„Liebeslieder aus vier Jahrhunderten“, so heißt es im Untertitel des Konzertes; und so verschieden wie die einzelnen Jahrhunderte und die oft verschlungenen Wege der Liebe, so verschieden sind auch die Inhalte, Stile, Melodien und Harmonien der 17 Lieder, die der Chor 77 singen wird.

Da findet sich das schlichte Volkslied im „Fein sein, beieinander bleiben“ oder im „Bist du nit ba mir“ ebenso wie das mittelalterliche „All Lust und Freud“ Haßlers oder das Madrigale „Madonna ma pietà“ eines Orlandus Lassus. Johannes Brahms („Erlaube mir“) wird ebenso zu hören sein wie Joseph Haydn, der in seiner „Harmonie in der Ehe“ die eigene etwas unglückliche Verbindung persifliert. Die Beatles kommen genau so zu ihrem Recht (“Here, there and everywhere“) wie in „Ain’t Misbehavin’“ und „Blue Skies“ die Jazz-Tradition vom Broadway. Und nicht zuletzt werden in leicht balladesken Bearbeitungen sowohl die urdeutschen Herz-Schmerz-Lieder von der „Loreley“ und dem das Röslein brechenden Knaben und manches mehr die Gemüter des Publikums erfreuen.

In diesem Jahr wird ein besonderer Gast mitwirken, das aus vier bis acht deutschen und jüdischen Musikern bestehende Ensemble „Shpil, Klezmer, shpil“ aus Mönchengladbach.

Ein Klezmer ist ein Volksmusiker, der mit seinem Instrument sein Empfinden und Denken, seine Eindrücke und Bilder unmittelbar in Klang ausdrückt. Und diese Musik ist eingebettet in religiöse und kulturelle Zusammenhänge und gibt einen ansteckenden Einblick in die Lebensfreude und das Gottvertrauen jüdischer Kultur.

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